Wissensmanagement – Ihre Zukunftsvision?

12. März 2012 09:56 in Artikel, Wissenspool by Julia Kaltenbeck

Jetzt geht es in die dritte Diskussionsrunde, diesmal mit der Fragestellung:

„Wissensmanagement – Ihre Zukunftsvision?“

Wissensmanagement läuft zwischen Menschen ab und kann ideal durch Technologien verschiedenster Art unterstützt werden, etwa Wikis, Blogs, Intranets, Verzeichnissysteme, etc. die ebenso unterschiedlichen Zwecken dienen können: Expert Debriefing, Wissensverteilung, Wissensvisualisierung, Kundenzusammenarbeit, Enterprise 2.0, etc. Doch in welche Richtung wird sich das Wissensmanagement zukünftig entwickeln?

Meine Prognosen sind:

  1. Das intelligente Wissensmanagement wird  zunehmen: Im Vordergrund wird ein „smarter“, personifizierter Wissensüberwacher stehen, der die Wissensbestände sowie -flüsse in technologischen unternehmerischen Wissenssystemen überwacht. Als Beispiel für mögliche Aktivitäten dieses smarten Wissensüberwachers führe ich mehrere unterschiedliche Szenarien an: Wenn ein Wissensarbeiter länger als üblich keinen Artikel im unternehmensinternen Wiki oder Ähnliches verfasst hat, dann wird er durch den intelligenten Wissensüberwacher dazu aufgefordert, einen neuen Artikel für die anderen Wissensarbeiter im Sinne einer durchgehenden Wissensverteilung zu schreiben. Wenn duplikate Dokumente in Wissensbeständen vom smarten Wissensüberwacher identifiziert werden, dann sorgt er automatisiert für Redundanz. Wenn die Dateien in falschen Ablageorten abgelegt oder schlecht zugeordnet sind, dann werden diese automatisiert in besser geeigneten Ablageorten verschoben und eine Querverlinkung zum Originalort eingerichtet. Wenn eine bestimmte Wissensstruktur nur für bestimmte Wissensarbeiter freigegeben und somit lediglich für sie sichtbar ist, diese jedoch auch für andere Wissensarbeiter in Frage kommen könnte, dann werden sie dem Ersteller der Wissensstruktur vorgeschlagen. Wenn ein Wissensartikel nicht klassifiziert oder getaggt ist, dann wird es ebenfalls automatisiert  vom smarten Wissensüberwacher übernommen. Diese und noch viele andere Szenarien wird der smarte Wissensüberwacher begleiten, mit dem Ziel, das Wissensmanagement im Unternehmen zu optimieren.
  2. Das Wissensmanagement wird sich mehr in Richtung Wissensmanagement 3.0 verschieben: Semantische Zusammenhänge zwischen Wissensbestände werden hergestellt und den Wissensarbeitern visuell dargestellt. Das geschieht bereits in einigen Wissenssystemen, jedoch ist hier noch viel Potential für eine Weiterentwicklung vorhanden!

Diese Liste von Zukunftsvisionen lässt sich sicher erweitern, dafür würde ich gerne Ihren Input einholen: Welche Zukunftsvision haben Sie im Wissensmanagement? Sie sind herzlich dazu eingeladen, einen Kommentar hinterzulassen, wenn Sie sich von dieser Fragestellung angesprochen fühlen! Auf einen regen Gedankenaustausch würde ich mich sehr freuen!

Ebenfalls sehr gerne können Sie bei den vorherigen zwei Diskussionsrunden mitdiskutieren!

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