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PWM-Publikationen

Wissensmanagement, Spiral Dynamics und Social Rating

1. Januar 2005 00:00 in PWM-Publikationen, Wissenspool by Claudia Thurner-Scheuerer

Diesen und ähnlichen Fragen versuchten Otto Knapp und Manfred della Schiava im Jahr 2000 auf den Grund zu gehen. Beide waren sich dessen bewusst, dass die soziale Kompetenz (Wahrnehmung von Führungskräften, Kommunikation, Motivation etc.) dabei eine wichtige Rolle spielt. Auf der Basis des Modells von Prof. Graves und den Erweiterungen von Beck & Cowan welche im Buch Spiral-Dynamics beschrieben sind, entstand das Buch Social-Rating® – Ein Bewertungsmodell der Sozialkompetenz für Unternehmen (Manfred della Schiava, Otto Knapp, Andreas Hailand) im Jahr 2002. Der Anwendungsbereich des Modells Social-Rating wurden anhand von Beispielen in den Bereichen von Mergers & Acquisitions, der Einsatz von komplexen Managementmethoden wie der Balance Scorecard, Wissensmanagement und Personal- und Organisationsentwicklung beschrieben. Wissensmanagement war einer der möglichen Anwendungen, jedoch nicht der einzige und kein zentraler.

Nach Erscheinen des Buches sammelten die Autoren in zahlreichen Beratungsfällen Erfahrungen mit dem Modell Social-Rating und Spiral-Dynamics, auch im Bereich Wissensmanagement . Die Erfahrungen wurden jedoch unter den Autoren nicht reflektiert und dokumentiert.

Erst ein Dialog zwischen Kai Romhardt und Manfred della Schiava im Herbst 2003 in Wien erweckte neues Interesse, das Thema Spiral-Dynamcis doch bewusst im Zusammenhang mit Wissensmanagement zu betrachten und zu vertiefen. Ein Seminar mit Kai Romhardt in Wien im Frühjahr 2004 und die Gespräche mit Frau Kirschbichler (ehemals Risak) führten zur Begründung und zur Entscheidung diese Vertiefung im Rahmen einer ExpertInnenrunde der Plattform Wissensmanagement durchzuführen.

In der folgenden Abschlussdokumentation sollen die Ergebnisse der Dialoge und der Entwicklungsprozess in der ExpertInnenrunde dargestellt werden. Wir verfassen bewusst keinen Bericht auf der Basis von wissenschaftlichen Arbeitsmethoden, halten uns aber an die Regeln der Plattform-Wissensmanagement und an die Zitat- und Copyright-Regeln im Umgang mit dem geistigen Eigentum von anderen.

PWM Jahrbuch 2005

00:00 in PWM-Publikationen, Wissenspool by Claudia Thurner-Scheuerer

Leistungsbericht der Plattform Wissensmanagement.

Aus- und Rückblick auf die ersten vier Jahre der PWM. Berichte aus den Arbeitsgruppen durch Mitglieder. Überblick über WM-Vereine und Unternehmen in Österreich.

Einführung und Verankerung von Wissensmanagement

00:00 in PWM-Publikationen, Wissenspool by Claudia Thurner-Scheuerer

Ziel der hier vorgestellten Ergebnisse der Arbeit ist es, auf die erfolgsentscheidenden Faktoren bei der Einführung von Wissensmanagement hinzuweisen und damit dessen erfolgreichen und nachhaltigen Einsatz zu fördern.

Nach einer einleitenden Erläuterung der Bedeutung und Eigenschaften von Wissen wird auf die Einführung von Wissensmanagement eingegangen. Für diese ist eine intensive Vorbereitungsphase wesentlich, in der die Situation des Unternehmens, die Ziele und der Handlungsbedarf im Bezug auf das Wissensmanagement intensiv durchleuchtet werden.

Erst nach der Formulierung einer daraus resultierenden Idee – ohne ausformulierte Idee keine bewusste Aktivität – und der Entscheidung für den Start eines Pilotprojekts beginnt der eigentliche Einführungsprozess, der mit jeder weiteren „Idee“ für ein Projekt neu zu durchlaufen ist. Dieser besteht aus den Phasen Vorbereitung (Kommunikation herstellen und Akzeptanz schaffen), Pilotierung (Aktivitäten einleiten und Resultate schaffen) und Verankerung. Ebenso wird darauf hingewiesen, dass die organisationalen Einführungsvoraussetzungen, nämlich der Typ der Organisation, die Eignung der beteiligten Personen sowie die Wissensintensität der Geschäftsprozesse von großer Bedeutung sind, häufig jedoch nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Abschließend werden basierend auf dem Einführungskonzept und dem Fallbeispiel Erfolgsfaktoren und deren Wirkungszusammenhänge identifiziert, welche für eine erfolgreiche Einführung von Wissensmanagement und dessen nachhaltige Wirkung von Bedeutung sind.

AutorInnen:
Johann Risak, Getraud Denscher, Manfred Bornemann, Annette Hexelschneider

Texte zur Wiener Vorlesung 16.05.2006

00:00 in PWM-Publikationen, Wissenspool by Claudia Thurner-Scheuerer

Die Gesellschaften in der sich globalisierenden Welt stehen am Beginn des 21. Jahrhunderts in einem tiefgreifenden und dynamischen Transformationsprozess. Die Bedeutung der industriellen Produktion tritt immer deutlicher hinter der Wissensproduktion zurück. Der Produktionsfaktor Wissen gewinnt ständig an Bedeutung und wird zur zentralen gesellschaftlichen Ressource.

Das neue Management von Wissen ist in seiner gesellschaftlichen Bedeutung und in jener für die Individuen widersprüchlich. Es bewirkt eine deutliche Ausrichtung von Bildungs- und Wissenschaftsprozessen in Richtung der ohnedies allgegenwärtigen Ökonomisierung der Welt, gleichzeitig stärkt die Vernetzung und die teamorientierte Generierung von Wissen das Selbstbewusstsein der Individuen.

Es ist zu fragen, ob Wissensmanagement nur eine raffinierte neue Form der Aneignung von Arbeitsleistung und –kreativität der MitarbeiterInnen im Dienste des unternehmerischen Profites ist. Oder ist Wissensmanagement ein demokratisches und demokratisierendes System des Austausches von Wissensinhalten und Kenntnissen, bei dem durch Teilen ein Mehrwert für die Individuen und die Institutionen entsteht? (Einladungstext)