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Enterprise 2.0

Der ROI von Enterprise 2.0

4. Juni 2012 16:05 in Artikel, Wissenspool by Julia Kaltenbeck

Alexander Stocker vergleicht in seinem sehr interessanten Blogartikel sehr schön und einfach Enterprise 2.0 mit einem Schraubenzieher. Die folgende Tabelle fasst den Vergleich stichwortartig zusammen um einen wesentlichen Überblick zu liefern. Trotz der Ähnlichkeiten eines Enterprise 2.0-Systems zu einem Schraubenzieher ist es jedoch ein nicht ein so einfaches Produkt wie ein Schraubenzieher.

Schraubenzieher Enterprise 2.0
Das Produkt Schraubenzieher in unterschiedlicher Qualität (z.B. Stabilität, Handhabung, etc.) Enterprise 2.0 Systeme in unterschiedlicher Qualität (z.B. Funktionalitäten, Usability, Stabilität, etc.)
Der Einsatzzweck
  • Unterschiedliche Einsatzzwecke (z.B. beim Auto, am Motorrad, etc.)
  • Der Hersteller bietet eine Beratung zum Schraubenzieher selbst an
  • Der Hersteller bietet aber KEINE Beratung für den konkreten Einsatzzweck (z.B. Reparatur am Auto) an.
  • Unterschiedliche Einsatzbereiche (HR, Verrieb, unternehmensweit, etc.)
  • Der Hersteller bietet eine Beratung für den Umgang mit dem Enterprise 2.0 System an
  • Der Hersteller bietet aber KEINE Beratung für den konkreten Einsatzzweck an (z.B.  konkrete Problemlösung, sehr stark indivudialisierter Kundenwunsch, etc.)
Der Nutzen
  • Originärer Nutzen: Einfach messbar (Sehr hoch, wenn die Schraube eingeschraubt wurde ansonsten nicht gegeben, wenn die Schraube nicht eingeschraubt wurde) und somit einfach messbar
  • Weiterführender Nutzen: (z.B. Erfolg der Problemlösung eines kaputten Motors im Auto) Schlecht messbar
  • Originärer Nutzen: Einfach messbar (z.B. Seitenaufrufe, Beiträge, Vernetzungen, etc.)
  • Weiterführender Nutzen: Schlecht messbar (z.B. Erfolg von Enterprise 2.0 auf die Leistungskennzahlen im Vertrieb, Verknüpfung zu den unternehmensspezifischen Leistungskennzahlen müssten hergestellt werden, jedoch sehr komplex und kompliziert)
Der Berater
  • Konkreter Einsatz des Schraubenziehers erfordert einige Fachkenntnisse (z.B. Drehrichtung, Ansetzen des Schraubenziehers, Eignung für welche Schraubenarten, etc.)
  • Erfolgreicher Einsatz des Schraubenziehers mit Berücksichtigung des Umfelds erfordert ein hohes Ausmaß an Fachkenntnis (Konkreter Problem beim Auto bzw. beim Motorrad) und Zeit
  • Konkreter Einsatz des Enterprise 2.0-System kann durch Enterprise 2.0-Berater erleichtert werden (z.B. Einführung, Installation, etc.)
  • Erfolgreicher Einsatz des Enterprise 2.0-Systems ist jedoch deutlich schwieriger für einen externen Berater herbeizuführen (z.B. Ausgezeichnete Kenntnisse über die Unternehmenssituation sind notwendig)

Wie sieht Wissensmanagement in Profit-Unternehmen auf der Grundlage von Konnektivismus aus?

20. Februar 2012 10:46 in Artikel, Wissenspool by Petra Kaltenbeck

Netzwerke halten seit jeher immense Potentiale für das Wissensmangement inne. Was A nicht weiß, kann B möglicherweise wissen. Es geht somit darum, das Wissen der Individuen jedermann zur Verfügung zu stellen, sei es in Unternehmen oder Ähnliches. Dieser folgende Link gibt einen Überblick über die Thematik, inwiefern Wissensmanagement durch Vernetzungen stattfinden kann.

Was gegen ein Wiki im Unternehmen spricht

6. Februar 2012 14:37 in Artikel, Wissenspool by Julia Kaltenbeck

Stets hört man von Vorteilen eines Unternehmenswikis, jedoch selten von Nachteilen. //SEIBERT/MEDIA hat dazu einen sehr interessanten Blogartikel verfasst, in dem die Kontrapunkte von der Sicht des “Advocatus Diaboli” ausführlich untersucht werden. Zu den möglichen Argumenten zählen beispielsweise:

  • “Wir sind und bleiben erfolgreich” – Warum also ein Unternehmenswiki einführen?
  • “Klassische, etablierte Strukturen und Hierarchien bleiben unangetastet” – der Top-down-Ansatz soll bleiben, macht Sinn und es gibt keinen Grund die Kommunikationsstruktur abzuändern.
  • “Es gibt nicht noch mehr Mitbestimmung” – der Betriebsrat und sonstige in der realen Welt stattfindende Versammlungen reichen vollkommen aus.
  • “Die Systemlandschaft verändert sich nicht” – Die bereits vorhandenen Werkzeuge werden lediglich “wieder ihrem bestimmungsgemäßen Gebrauch” zugeführt, wie zum Beispiel die Email nur für Textnachrichten, das DMS nur für statische Dokumente, etc.
  • “Mitarbeiter müssen kein neues Tool erlernen” – Die Einführung eines Wikis geht oft mit Schulungen und Trainings einher und trotzdem beherrschen die Mitarbeiter nicht immer das Wiki vollständig. Besser und sinnvoller ist es, sich auf die richtige Verwendung der vorhandenen Werkzeuge zu konzentrieren (siehe Punkt oben)
  • “Nicht noch mehr Redundanzen und mehr Chaos” – Auch mit einem Wiki kann nach wie vor Unordnung oder Chaos herrschen. Durch die Einführung eines Wikis kann die bereits vorhandene Unordnung verstärkt werden, wenn Dokumente, Inhalte, etc. an unterschiedlichen Orten verteilt werden.
  • “One system to rule them all”: Sharepoint wäre ein Beispiel für ein solches System, welches ein Wiki hat, ein einzelnes Wiki ist einfach nur ein Wiki.

Quelle: Argumente gegen Wikis im Unternehmen: Nachteile, Konter (Teil 1)